Wer ist der Klimabeirat der Stadt Ratingen?
Der Klimabeirat ist ein von der Stadt Ratingen im Jahr 1999 ins Leben gerufenes Gremium, das sich für die Ziele des Klimaschutzes, der Klimaanpassung und der Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase, insbesondere der CO2-Emissionen, entsprechend der Selbstverpflichtung der Stadt Ratingen im Klima-Bündnis der Städte einsetzen soll. Mit dem Klimabeirat werden die lokalen Akteure mit ihren Handlungsmöglichkeiten in die Aktivitäten des Klimaschutzes von Anfang an eingebunden, ihr Sachverstand wird genutzt, sie werden zu eigenem Handeln angeregt.
Der gegenwärtige Vorstand des Klimabeirates setzt sich zusammen aus:
Vorsitzender des Klimabeirates
Ulrich Otte
Dipl. Meteorologe
Kompetenzbereich: Klima und Klimawandel
Ehrenvorsitzende des Klimabeirates
Edith Feltgen
Dipl. Handelslehrerin
Kompetenzbereich: Allgemeine Klimaschutzthemen
Vorstandsmitglied
Anita Esper
Verwaltungsrätin vz NRW
Kompetenzbereich: Verbraucherschutz
Vorstandsmitglied
Volkmar Schnutenhaus
Immobilienfachwirt
Kompetenzbereich: Stadtentwicklung und Wohnungsbau
Vorstandsmitglied
Herr Thomas Frühbuss
Diplom Volkswirt, MBA
Kompetenzbereich: Klimaschutz und Klimaanpassungen in Unternehmen
Vorstandsmitglied
Dr. rer. nat. Arne Claussen
Dipl. Physiker
Kompetenzbereich: Klima, Klimawandel, Energieversorgung
Beratendes Vorstandsmitglied
Nina Cagnazzo
Vertreterin des Jugendrates
Gründung des Klimabeirates
Erste Bemühungen, den Klimaschutz als zu berücksichtigende Komponente in der Stadtplanung zu implementieren, datieren aus den späten 1980er und früher 1990er Jahren. Initiatoren damals waren Edith Feltgen, Siegfried Leitretter und Jürgen Lindemann. Sie gründeten die Initiative Klimabündnis Ratingen. Deren Aktivitäten und Verlautbarungen stießen beim damaligen Beigeordneten E. Traumann auf positive Resonanz. Gemeinsam entwickelte man Anfang der 1990er Jahre die Idee eines stärker formalisierten Gremiums, das, vom Rat der Stadt eingesetzt, den Belangen und Notwendigkeiten des Klimaschutzes besser und stärker gerecht werden konnte. An dieser Maxime hat sich bis heute nichts geändert. Die damaligen Protagonisten waren der festen Überzeugung, dass dem durch den anthropogenen Klimawandel ausgelösten Handlungsdruck am besten auf der kommunalen Ebene begegnet werden konnte. In diesem Klimabeirat konnten relevante Themen von den Akteuren der Stadt – Rat und Verwaltung – sowie aus Interessengruppen der Bürgerschaft diskutiert und als klimaverbessernde Maßnahme vorgeschlagen werden. Zur ersten Vorsitzenden wurde Edith Feltgen gewählt, die diese Funktion viele Jahre innehatte.
Aufgaben des Klimabeirates
Aufgaben und Zuständigkeiten des Klimabeirates leiten sich aus der Geschäftsordnung ab (Link). Im Wesentlichen handelt es sich um Stellungnahmen zu Konzepten und Planungen klimarelevanter Vorhaben in der Stadt Ratingen im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Klimabeirat und städtischen Institutionen. Andererseits versteht sich der Klimabeirat mit seinem Sachverstand in Angelegenheiten des Klimaschutzes und der Klimaanpassung als Ratgeber und Unterstützung für die Stadt Ratingen und erarbeitet Empfehlungen für die zuständigen Ausschüsse für Stadtplanung und Umwelt.
Vertreter des Klimabeirates nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen der beiden Ausschüsse teil und können von ihrem Rederecht Gebrauch machen. Eigene Anträge kann der Klimabeirat nicht stellen.
Organisation des Klimabeirates
Mitglieder des Klimabeirates sind je eine Vertreterin/ein Vertreter der im Rat vertretenen Parteien, der Verbände, Organisationen und Unternehmen, die bei ihrer Tätigkeit von klimarelevanten Fragen berührt werden und fachkundige Einzelpersonen. Der Klimabeirat hat einen fünfköpfigen Vorstand, der aus der Mitgliederschaft alle zwei Jahre in öffentlichen Sitzungen gewählt wird (Geschäftsordnung §3, §4).
Der Klimabeirat tagt dreimal im Jahr. Die Sitzungen des Klimabeirates sind öffentlich und werden vorher mit Themenschwerpunkten und Fachreferaten auf der Homepage des Klimabeirates. im Veranstaltungskalender der Stadt Ratingen und der Presse bekannt gegeben.